Mercedes Lackey

Auch Mercedes Lackey gehört zu den Fantasy-Autorinnen, die ich gerne lesen. Diese Autorin ist sehr produktiv aber schafft es immer wieder, mich mit ihren Geschichten in ihren Bann zu ziehen.

Auf sie aufmerksam geworden bin ich durch die Valdemar-Geschichten, eine Suche nach weiteren Werken ergab dann einige nette neue Geschichten, wie die Elemental-Masters-Serie, die Obsidian-Triologie (die gerade mit Prequels erweitert wird) oder die Geschichten aus den 500 Königreichen. Natürlich spielt überall die Magie eine wesentliche Rolle.

Mercedes Lackey veröffentlicht auch Geschichten, an denen sie zusammen mit anderen Autoren geschrieben hat, so auch im Rahmen des Darkover-Zyklus von Marion Zimmer Bradley oder in der Reihe des „Löwen von Venedig“.

meine Bücher von Mercedes Lackey bei LibraryThing - bis hier alle erfasst sind, wird es noch etwas dauern.

Da der Valdemar-Zyklus sehr viel umfangreicher ist, gibt es dazu eine eigene Seite.

The Obsidian Trilogy

Der Held, Kellen, entwickelt sich vom „Underachiever“ zum strahlenden Held, nachdem er aus der Stadt Armethalieh, in der er aufwuchs, verbannt wurde, ein Einhorn als Verbündeten und Retter findet und schließlich mit seiner wiedergefundenen Schwester bei den Elfen das notwendige Wissen bekommt und seine Kampftechnik verbessert.

Das alles vor dem Hintergrund des Kampfes des „Lichts“ (Menschen, Elfen, Zentauren und verbündete Drachen) gegen das dämonische Dunkel. Nur die Menschen haben das alte Wissen verloren, und ihre Wissenshüter müssen erst überzeugt werden, dass es einen gemeinsamen Feind gibt.

(mit James Mallory)

  • The Outstretched Shadow
  • To Light a Candle
  • When Darkness Falls

Enduring Flame Trilogy

Diese Reihe setzt die Obsidian Trilogy fort - spielt aber 1000 Jahre später, d.h. die Helden der ursprünglichen Reihe sind Geschichte.

  • The Phoenix Unchained
  • The Phoenix Endangered
  • The Phoenix Transformed

Elemental Masters

Die „Elemental Masters“-Serie von Mercedes Lackey spielt am Ende der Regierungszeit von Queen Victoria. Die Protagonistinnen sind selbstständige junge Frauen, die, um von der Gesellschaft akzeptiert zu werden, sich den Regeln der oberen Zehntausend anpassen müssen, insgeheim aber einen freieren Lebens- und Denkstil verfolgen. So ist es auch kein Wunder, dass die Suffragetten regelmäßig erwähnt werden.

Die „Elemental Masters“ sind Beherrscher jeweils eines der vier Elemente - Erde, Wasser, Luft und Feuer. Sie können aus ihrem Element Energie gewinnen und mit den Fabelwesen des jeweiligen Elements kommunizieren bzw. diese um Hilfe bitten. Als Gegenspieler treten Magier auf den Plan, die ihre magische Energie auf dunkleren Wegen gewinnen - z.B. Satanisten oder indische Anhänger der Göttin Kali.

Die ersten drei Geschichten ranken sich jeweils um ein klassisches Märchenmotiv - Schneewittchen (The Serpent's Shadow), Dornröschen (The Gates of Sleep) oder Aschenputtel (Phoenix and Ashes) und stellen die Elemente Erde, Wasser und Luft in den Mittelpunkt. Im vierten Band (The Wizard of London) stehen dann zum Einen Eigenschaften im Mittelpunkt, die keinem der vier Elemente zugeordnet werden können, wie z.B. Telephatie oder die alten Götter; zum Anderen geht es um das Element Feuer und das Gegenteil, Eis. Dadurch kommen dann Elemente der Schneekönigim mit in die Geschichte. Zeitlich spielt der vierte Band vor den ersten Dreien und erklärt, warum der „Wizard of London“ nicht in einem Privathaus, sondern in seinem Club wohnt.

Der fünfte Band (Reserved for the Cat) beginnt in Frankreich im Ballet und spielt dann in Blackpool. Zentrale Figuren sind neben den Elemental Masters nun Menschen, die zwar kleine magische Fähigkeiten haben aber eben keine Magier sind, bzw. Elementals (also magische Wesen, die einem der vier Elemente zuzuordnen sind), die zum Einen hilfreich, zum Anderen aber auch sehr gefährlich werden können.

  • The Fire Rose
  • The Serpent's Shadow
  • The Gates of Sleep
  • Phoenix and Ashes
  • The Wizard of London
  • Reserved for the Cat
  • Unnatural Issues
  • Home from the Sea
  • (Steadfast)
  • (Blood Red)

Tales of the 500 Kingdoms

Tradition ist alles was zählt, denn die Tradition lenkt alle Geschicke - und der Tradition ist es egal, ob eine Geschichte gut ausgeht oder böse endet. Nicht aber der „Fairy Godmother“ - die im ersten Band meint, dass es an der Zeit ist, sich zur Ruhe zu setzen und als ihre Nachfolgerin ein Mädchen ausbildet, dass zwar von der Tradition als „Cinderella“ vorgesehen war (und daher auch bei ihrer Stiefmutter und ihren Stiefschwestern ordentlich schuftet), deren Prinz aber gerade erst geboren wurde…

Es geht also immer darum, eine vorbestimmte Geschichte so abzuwandeln, dass am Ende doch etwas Gutes dabei herauskommt, ohne dass die Änderung außerhalb der Tradition wäre.

Wenn also, wie im zweiten Band, die Tradition bestimmt, dass eine vor einem Drachen gerettete Prinzessin sich automatisch in ihren Retter verliebt, und der sich in sie, beide sich der Tradition bewusst sind und keiner der Tradition folgen will, so ist der Ausweg das Schwören der Blutsbrüderschaft - denn Blutsbrüder verlieben sich laut Tradition nicht…

Im dritten Band verliebt sich die siebte Tochter des See-Königs („Die kleine Meerjungfrau“ lässt grüßen - allerdings spioniert sie hier im Auftrag ihres Vates auf dem Trockenen) in den siebten Sohn des Königs im benachbarten „Trocken“-Land. Dazu noch etwas asisatische und russische Folklore, und schon hat man wieder eine unterhaltsame Geschichte.

Im vierten Band entpuppt sich die Schneekönigin als Godmother (also „gute Fee“) - und muss ihre Rolle spielen, um das sich traditionell abspielende Drama am Ende gut ausgehen zu lassen.

Im fünften Band schließlich vereinigen sich Elemente aus Schneewittchen, Aschenputtel und Dornröschen mit der Nibelungensaga - selten so gelacht. Und Prinzessin Rosamunde zeigt sich reichlich emanzipiert ;-)

Die Geschichten sind nett geschrieben, lesen sich gut weg und haben Unterhaltungswert - allzu hohen Anspruch sehe ich hier aber nicht :-P

  • The Fairy Godmother
  • One Good Knight
  • Fortune's Fool
  • The Snow Queen
  • The Sleeping Beauty
  • Beauty and the Werewolf

Shadow of the Lion

mit Eric Flint, Dave Freer

Der erste (namengebende) Band dieser Reihe spielt in Venedig, weshalb die Geschichten für mich interessant waren. Der Löwenmythos wird als magischer Aspekt eingebaut (Erdmagie, die nur in bestimmten Bereichen wirkt), ansonsten ist es mehr eine Gesellschaft- und Gaunergeschichte vor alternativ-historischem Hintergrund.

Im zweiten Band verschlägt es einen Teil der Figuren nach Korfu. Auch hier wird ein magischer Aspekt der Landschaft deutlich - wodurch schließlich die Belagerung überwunden wird.

Der dritte Band schließlich spielt im hohen Norden, und klärt über die Mission des Kronprinzen auf, die teilweise zeitgleich zu der Geschichte im zweiten Band spielt. Aufgegriffen werden nordische Mythen - Trolle, Kobolde und Zwerge gehören da natürlich zur Handlung dazu.

Gerade der dritte Band erhält viel Situationskomik dadurch, dass die Hauptfigur, Cair Aidin, nicht an Magie glaubt - selbst aber magisch aktiv ist:

„A good scientist is always prepared to reevaluate matters on the basis of new evidence … If you rub his nose in it.“

  • The Shadow of the Lion
  • This Rough Magic
  • A Mankind Witch
lesen/mercedes.txt · Zuletzt geändert: 2018/05/26 23:21 (Externe Bearbeitung)
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